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Theologische Bücher auf Englisch - eine Auswahl

 

Auf dem englischen Buchmarkt stellt sich ein ähnliches Auswahlproblem wie auf dem deutschen, nur in einer anderen, noch größeren Dimension: das Angebot an guter theologischer Literatur ist immens und dabei doch schwerer zu finden als die lesenswerten deutschen Bücher. Während man in Deutschland zumindest noch vereinzelt Buchläden findet, die mit ihrem Angebot Wert auf Qualität legen, findet man die englischen nur bei Amazon, wenn man sie kennt und so gezielt nach ihnen suchen kann.

Wir stellen Ihnen in unserem EnglishBlog fortlaufend eine kleine Bibliothek zusammen, die wir größtenteils selbst zu Hause haben und mit dessen Hilfe ich auch mein Studium absolviert habe. Noch heute dienen die Bücher mir als Nachschlagewerke und große Hilfe zum Bibelstudium und zur Predigtvorbereitung. Bestellen Sie bei Amazon über unsere Seite, verdienen wir übrigens mit. Sie werden Verständnis dafür haben, dass wir die englischen Bücher nicht auf Lager legen wollen, denn dazu werden sie zu wenig nachgefragt. Der Blog erschien uns als eine elegante Lösung.

Eine weitere Möglichkeit ist auch der Blick in die Hausaufgaben meines Studiums. Leider wird der Studiengang MA in Biblical Studies auch an meinem Seminar so nicht mehr angeboten. Das Angebot, allein die Schrift zu studieren, wird immer mehr verdrängt. Entsprechend wird heute leider auch immer weniger auslegend gepredigt und es überwiegen Themenpredigten.

Das Studium ist mir der größte Schatz, den mir keiner mehr nehmen kann. Ich würde mich freuen, wenn auch Sie daraus schöpfen können. Schauen Sie rein, greifen Sie zu.

Ihr Zeltmacher

Über John Piper

Bilder: The passionate preaching of John Piper, worshipmatters.com

 

Jesus Christus lehrt den Menschen das erste und größte Gebot: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken«. (Matth 22:37)

Der Westminster-Katechismus lehrt an erster Stelle: „Das höchste Ziel des Menschen ist, Gott zu verherrlichen und sich für immer an Ihm zu erfreuen.“

John Piper, 1946 geboren, hat sich dieses Gebot zum Inhalt seines Dienstes gemacht. Er studierte am Fuller Theological Seminary (1968-71) und promovierte in München (1974). Seit 1980 ist er Pastor der Bethlehem Baptist Church in Minneapolis, Minnesota.

Sehnsucht nach Gott ist sein Hauptwerk, und seine Hauptaussage zusammengefasst in dem Satz: Gott wird dann am meisten geehrt, wenn wir zutiefst zufrieden sind in Ihm.

Diese Freude und Zufriedenheit ist nicht das Ergebnis, sondern Bestandteil christlichen Gehorsams. Sein kürzer gefasstes Buch lautet daher sogar Von der Pflicht zur Freude.

Unter den Menschen fehlt diese Ausrichtung hin zu Gott. Der Mensch will sich zwar freuen, aber er findet die Freude, die er sucht, nicht in dieser Welt.

„Die Welt kennt eine unstillbare Sehnsucht. Sie versucht, sie zu stillen – durch Urlaub in schöner Landschaft, in schöpferischem Tun, mit großartigen Filmen, sexuellen Erfahrungen, verrückten Sportarten, durch bewusstseinserweiternde Drogen, Askese, wirtschaftliche Erfolge usw. Doch die Sehnsucht bleibt.“

Auf dem Weg zur wahren Zufriedenheit und ungeheuchelten Freude an Gott hilft Piper mit seinem Buch Wenn die Freude nicht mehr da ist.

Piper ist uns ein Vorbild, und er selbst verweist oft auf seine eigenen Vorbilder, allen voran Jonathan Edwards. Er zitiert auch mehrmals C.S. Lewis, z.B.:

„Wenn ich in mir eine Sehnsucht spüre, die durch keine Erfahrung dieser Welt gestillt werden kann, ist die wahrscheinlichste Erklärung dafür, dass ich für eine andere Welt geschaffen wurde.“

Wir wünschen Ihnen die Freude, die nicht von dieser Welt ist.

Hier finden Sie die Bücher von John Piper.
 

Die Arche - das sonderbarste Schiff der Weltgeschichte

 

"Das Ergebnis ist zwar höchst erstaunlich, aber aus der Sicht des biblischen Glaubens dennoch geradezu erwartet. Kein anderes als das biblisch bezeugte Breiten-zu-Höhen-Verhältnis hätte ausgeführt werden dürfen, um die beiden Einflussgrößen - hohe Schwimmstabilität und möglichst geringer Materialeinsatz - optimal zu kombinieren. Noah konnte diese mathematischen Rechnungen, die wir hier im Detail einem interessierten Leserkreis zugänglich machen wollen, nie und nimmer durchführen. Nur darum, weil Gott sie vorgegeben hat, mussten sie optimal sein.

Damit können wir drei wichtige Ergebnisse festhalten:

1. Der Sintflutbericht ist keineswegs von Menschen erdacht, sondern göttlichen Ursprungs.

2. Wie dieses Beispiel eindrücklich belegt, kann auch mathematisches Rüstzeug hilfreich sein, um die Bibel besser zu verstehen und um falsche Lehren zu widerlegen.

3. Die weitverbreitete Annahme, der biblische Sintflutbericht sei vom babylonischen Gilgamesch-Epos beeinflusst, ist - wie hier rechnerisch nachgewiesen wird - grundlegend falsch. Die im Epos genannte «Arche» ist ein Würfel mit sieben Stockwerken. Eine solche Konstruktion ist hinsichtlich der erforderlichen Schwimmstabilität äußerst instabil."

Prof. Dr.-Ing. Werner Gitt, Das sonderbarste Schiff der Weltgeschichte
 

C.S. Lewis über die modernen Theologen

“Welche Bedeutung diese Männer auch immer als Bibelkritiker haben mögen, ich misstraue ihnen, sofern sie Kritiker sind. Mir scheint, es fehlt ihnen an literarischer Urteilskraft, an Intuition bezüglich der Qualität der Texte, die sie lesen. Dieser Vorwurf klingt seltsam Männern gegenüber, die ihr ganzes Leben inmitten dieser Bücher zugebracht haben. Aber vielleicht besteht gerade hierin die Schwierigkeit. Einer, der seine Jugend und seine Mannesjahre mit dem gründlichen Studium der Texte des Neuen Testaments und den Studien anderer darüber verbracht hat und seine literarische Erfahrung mit diesen Texten nicht mit der Erfahrung vergleichen kann, wie sie nur aus einer weiten und tiefen, lebendigen Beschäftigung mit Literatur im allgemeinen hervorgeht, läuft mit ziemlicher Sicherheit Gefahr, die nächstliegenden Dinge an diesen Texten zu übersehen. Wenn er mir sagt, eine Stelle im Evangelium sei Legende oder Dichtung, so will ich wissen, wie viele Legenden und Dichtungen er gelesen hat, wie geübt sein Gaumen im Unterscheiden ihres Geschmacks ist, und nicht, wie viele Jahre er über diesem Evangelium verbracht hat.”

C.S. Lewis, Was der Laie blökt

 

Bonhoeffer über den Christen

"Ich habe in den letzten Jahren mehr und mehr die tiefe Diesseitigkeit des Christentums kennen und verstehen gelernt. Nicht ein homo religiosus, sondern ein Mensch schlechthin ist der Christ, wie Jesus Mensch war.

Ich erinnere mich eines Gespräches, das ich vor dreizehn Jahren in Amerika mit einem französischen jungen Pfarrer hatte. Wir hatten uns ganz einfach die Frage gestellt, was wir mit unserem Leben eigentlich wollten. Da sagte er: Ich möchte ein Heiliger werden.

Das beeindruckte mich damals sehr. Trotzdem widersprach ich ihm und sagte ungefähr: Ich möchte glauben lernen.

Lange Zeit habe ich die Tiefe dieses Gegensatzes nicht verstanden. Später erfuhr ich und erfahre es bis zur Stunde, dass man erst in der vollen Diesseitigkeit des Lebens glauben lernt.

Wenn man völlig darauf verzichtet hat, aus sich selbst etwas zu machen - sei es einen Heiligen oder einen bekehrten Sünder oder einen Kirchenmann, eine sogenannte priesterliche Gestalt, dann wirft man sich Gott ganz in die Arme, dann nimmt man nicht mehr die eigenen Leiden, sondern die Leiden Gottes in der Welt ernst, dann wacht man mit Christus in Gethsemane, und ich denke, das ist Glaube, das ist Umkehr.

Und so wird man ein Mensch, ein Christ."

Dietrich Bonhoeffer
am 4. Februar 1906 geboren,
Gehenkt in Flossenbürg am 9. April 1945

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