Es sind keine Artikel in Ihrem Warenkorb.
Weblog von Zeltmacher
Die diktatorische Alleinherrschaft im Sinne eines Antichristen will die moderne Kirche wohl eher nicht forcieren, jedenfalls scheint das nicht die erklärte Absicht ihrer prominenten Repräsentanten zu sein. Nicht weit davon entfernt, will sie aber weltweiten Einfluss üben und das gemeinsam mit den Regierungen und der Geschäftswelt. Dass man dazu strategische Allianzen auch mit Nichtchristen eingehen, mit anderen Religionen zusammenarbeiten, den Wahrheitsanspruch der Bibel entsprechend aufgeben und den Missionsbefehl neu interpretieren muss, ergibt sich wie selbstverständlich aus dem neu gesteckten Ziel. Dass dies von den Christen nicht als falsch entlarvt sondern als biblisch bejaht wird, daran wird mit allen Mitteln und mit aller Kraft gearbeitet. Es wird fleißig manipuliert, Loyalität und Resultate werden eingefordert. Bibeltreue Kritiker - "Fundamentalisten" - werden systematisch diffamiert. Am Ende soll dadurch nicht weniger erreicht werden als tiefgreifende, gesellschaftliche Strukturveränderungen – das Ende von Armut, Epidemie und Krieg. Die totale „Transformation“ ist im Blick – nicht etwa ein biblischer Sinneswandel, sondern ein sozialpolitischer, evolutionistischer Paradigmenwechsel. Der Mensch will die Erde retten. Als theologische Grundlage dazu soll – neben den zahlreichen Facetten einer „Emergent Church“ – vor allem die Eschatologie des Postmillenialismus dienen, wonach „es nötig sei, das Königtum Gottes im Hier und Jetzt zu errichten, bevor Jesus wiederkommen kann.“ Wer dem nicht zustimmen will, der kann zumindest helfen, „das Königreich Gottes soweit zu bauen, wie es vor Jesus Wiederkunft möglich sei.“ (S.137) Der Dominionismus hat nach Erdmann das Ziel, als Kirche die an Satan beim Sündenfall verlorene Herrschaft über „alle staatlichen und sozialen Institutionen der Welt“ wieder zu erlangen (S.29). Also doch eine Art „fromme Diktatur“, es ist ein Widerspruch in sich. Das vorliegende Buch stemmt sich gegen diese Entwicklung. Es zeigt detailliert, welchen Irrlehren die evangelikalen Führer dieser Welt erliegen. Nicht „allein die Bibel“ ist Grundlage der Bestrebungen, vielmehr sind es Management-Methoden mit esoterischem Gedankengut. So einige Namen werden genannt und Netzwerke entflochten. Prominente Figuren sind z.B. „Leben-mit-Vision“-Autor Rick Warren und sein einflussreicher Mentor, der bekennende Nichtchrist Peter Drucker. Erdmann behandelt Druckers Modelle ausführlich und deckt ihre zentrale Schwachstelle auf: der Mensch ist eben nicht gut, sondern böse. Er wird es weder alleine noch gemeinsam schaffen, die Welt zu „transformieren“ - es braucht Buße, keine Sozialreform. Ein Kritikpunkt, der auch die „Vision“ des Bestsellers entblößt. Zur Relevanz des Buches für den Christen im Alltag Das Buch ist heute neben anderen ganz sicher von hoher Relevanz für die christliche Gemeinschaft insgesamt. So einige Autoren wie auch Ebertshäuser, Walter, Plock oder Carson decken Irrlehren auf und ermahnen uns Christen, dass wir uns nicht von den evangelischen Wurzeln entfernen. Dennoch sollten wir nüchtern bleiben und dem besprochenen Werk seinen Platz im Regal zuweisen. Dies soll keine Kritik am Geschriebenen sein, nur ein Hinweis für die Praxis die daraus folgt. „Der Griff zur Macht“ dient vor allem als Warnung und Orientierung für solche in christlicher Leiterschaft. Ebenso denen, die einer verführten Gemeindeleitung unterstellt sind oder Büchern von falschen Leitern wie Rick Warren anhängen. Es ist zu wünschen, dass die Betroffenen ihre Lehre und Motivation überdenken, Buße tun und allein Jesus folgen. Nicht nur Warren, auch so mancher Älteste oder Pastor der Dorfkirche strebt nach mehr Einfluss und wählt dazu den pragmatischen, effektiven Ansatz. Es ist der falsche Weg, egal ob auf globaler oder lokaler Ebene. Ist der Leser jedoch nicht wirklich betroffen, hat das Buch auch weniger bis keine Relevanz für ihn. Folgt unsere Gemeinde dem biblischen Vorbild, bringen wir uns weiter ein und dienen wir unserem Nächsten in Einfalt und mit Hingabe. Solch kritische Bücher sollten uns nicht die Freude am christlichen Glauben nehmen. Nicht jede Art von Einheitsbestreben ist unbiblisch und nicht jedes soziale oder politische Engagement dient den Zielen des Dominionismus. Übertriebene Wachsamkeit läuft Gefahr, einen unbiblischen Separatismus unter Christen zu fördern. Aufgrund der komplexen Beziehungen christlicher Leiter untereinander und besonders wegen ihrer zahllosen Publikationen zum Thema wird es gemeindlich wie sprachlich immer schwieriger, sich frei und unbekümmert zu bewegen. Deswegen hier am Ende ein Aufruf zur Balance, zur Nüchternheit in beide Richtungen. Kommen wir zurück zur Einfachheit des Evangeliums, sowohl in der Lehre als auch im demütigen Dienst für den HERRN. Das Buch mag auch als Anstoß in diese Richtung verstanden sein.
|
|||
So, auch das letzte Exemplar von Gremmels Bonhoeffer-Büchern ist schließlich verkauft. 6 Bände für sagenhafte 29,95 EUR. Ein gerechter Preis? Nun, es kommt auf den Zeitpunkt an. Nicht das Buch selbst und der Inhalt bestimmen heute den Preis, sondern sein Lebenslauf angefangen vom Druck bis zu seinem 'Vergriffen' Status. Oft auch eine Leidensgeschichte nicht nur des Buches sondern auch seines Händlers, was dieser Beitrag vermitteln soll. Die Buchpreisbindung macht es schwierig. Kommt ein Buch neu heraus, wird es zum festgesetzten Preis vermarktet und der gemeine Buchhändler springt mit auf den Zug. Er investiert fleißig in einige Exemplare und muss dann zusehen, dass er sie zügig verkauft oder, um im Bild zu bleiben, auf dem Zug verharrt, bis zum Ausverkauf dabei bleibt und nicht vorher schon abgeworfen wird. Im Schnitt beträgt seine Marge etwa 30%, d.h. kostet ein Buch 10 EUR, kann der Händler es zum Einkaufspreis von 7 EUR beziehen. 3 EUR Gewinn pro Buch, abzgl. Versandkosten für Einkauf (und hier: auch Verkauf). Eine Herausforderung, will man sich und seine Familie davon ernähren. Die Kalkulation bleibt dem Leser überlassen, wie viele verkaufte Bücher es pro Tag bedarf, um etwa 3.000 EUR Rohgewinn zu erreichen, denn Miete und Kosten für Lager und Technik müssen ebenso gedeckt werden, Steuern werden auch erhoben. Allein um seine Krankenkasse bezahlen zu können, muss der Unternehmer schon 100 Bücher im Monat absetzen, vorausgesetzt es läuft alles optimal. Und nun zur besonderen Schwierigkeit im Buchgeschäft. Beeilen muss sich der Buchhändler, und sich informieren. Wann wurde das Buch veröffentlicht? Wann fällt die Preisbindung? Oder ist das Buch vielleicht so gut wie vergriffen und bietet man eines der letzten Exemplare an? Ist das Buch selten geworden, lassen sich wieder hohe Preise durchsetzen. Doch wie sieht es in Zukunft aus? Ist eine Neuauflage geplant? Dann wird die alte Auflage wieder so gut wie wertlos sein. Der Anspruch an Recherche und Intuition ist jedenfalls hoch, die Preise gehen rauf und runter. Es gibt Buchhändler, die bestimmte Bücher nur noch nach Wegfall der Preisbindung kaufen. Dann nämlich gibt es dasselbe Produkt für die Hälfte des Preises oder sogar noch günstiger. War die Marge zu Beginn noch dünn aber wenigstens vorhanden, macht der Händler beim Verkauf zum Ramschpreis hingegen meist deutliche Verluste. So mancher geht das Risiko erst gar nicht mehr ein. Andere bleiben bei dem alten Preis, müssen dann aber Beschwerden (inkl. Rücksendungen) von Kunden entgegennehmen, die später den Billigpreis im Internet entdeckt haben. Der Onlineshop muss aufpassen, dass er mit seinen Angeboten nachkommt, denn Google macht den Preisvergleich einfach und ist gnadenlos im Urteil. Die Screenshots oben zeigen, wovon ich hier schreibe. Es sind deutliche Preisunterschiede zwischen einst grob 50 EUR, sogar 100 EUR, dann 15 EUR und hier: 30 EUR – ein fairer Preis? Ärgert sich nicht auch der Kunde, der stolze 100 EUR bezahlt hat? Was sagen Sie zur Situation? Die Bonhoeffer Bände sind bei den Zulieferern vergriffen, es freut sich ganz am Ende nur amazon. Und wenn Sie über diese Seite hier bestellen, bekommen wir Provision – ohne Abzug von Versandkosten, und ganz ohne investierte Arbeitszeit (von diesem Beitrag einmal abgesehen). Verrückt.
|
|||
In diesen Worten steckt ein kleines Körnchen Wahrheit: Gott hat nichts als Hass auf die Sünde, aber dies kann nicht in Bezug darauf gesagt werden, wie Gott die Sünder sieht. Dennoch ist das Klischee falsch und sollte aufgegeben werden. Vierzehn Mal, allein in den ersten fünfzig Psalmen sagen die Psalmisten, dass Gott den Sünder hasst, dass sein Zorn auf dem Lügner liegt, und so weiter. In der Bibel ruht der Zorn Gottes auf beiden, der Sünde (Römer 1:18-23) und dem Sünder (1:24-32; 2:5; Johannes 3:36). Unser Problem damit ist, dass sich in der menschlichen Erfahrung Zorn und Liebe in der Regel gegenseitig ausschließen. Liebe treibt Zorn aus, oder Zorn treibt Liebe aus. Wir bringen beides vielleicht am ehesten zusammen in unsere Antworten auf ein eigensinnig handelndes eines unserer Kinder, aber normalerweise denken wir nicht, dass eine zornige Person liebt. So funktioniert das aber nicht mit Gott. Gottes Zorn ist keine unversöhnliche, blinde Wut. So emotional dieser auch sein mag, ist dieser eine völlig vernünftige und gewollte Reaktion auf Angriffe gegen Seine Heiligkeit. Zur gleichen Zeit quillt seine Liebe aus seiner Vollkommenheit hervor und wird nicht durch die Liebenswürdigkeit der Geliebten hervorgerufen. So ist nichts wirklich Unmögliches daran, wenn Zorn und Liebe zur selben Zeit auf der gleichen Person oder Personen auf einmal gerichtet ist. Gott in seiner Vollkommenheit muss zornig auf seine rebellischen Ebenbildnisse sein, weil sie ihn beleidigt haben, Gott in seiner Vollkommenheit muss liebevoll zu seinen rebellischen Ebenbildnissen sein, denn so ein Gott ist er… Die Realität ist, dass das Alte Testament die Gnade und Liebe Gottes in Erfahrung und Typen zeigt, und diese Realität wird umso deutlicher im Neuen Testament. Ebenso zeigt das Alte Testament den gerechten Zorn Gottes in Erfahrung und Typen, und diese Realität wird umso deutlicher im Neue Testament. Mit anderen Worten: beides Gottes Liebe und Gottes Zorn werden mit dem Wechsel vom Alten Testament zum Neuen hochgesetzt. Diese Themen laufen entlang durch die Heilsgeschichte, ungelöst, bis sie zu einem durchschlagenden Höhepunkt an dem Kreuz kommen. Möchtest Du die Liebe Gottes sehen? Sieh an das Kreuz. D.A. Carson: “God’s Love and God’s Wrath”, Bibliotheca Sacra 156 (1999): 388-390. Übersetzung: apologet.
|
|||
- Interview eines kanadischen Reporters mit Dr. Martyn Lloyd-Jones im Jahr 1932. Aus D. Martyn Lloyd-Jones: The First Forty Years, 1899-1939 by Iain H. Murray, Banner of Truth Trust, Edinburgh, 1982. - Dr. Martyn Lloyd-Jones being interviewed by a Canadian reporter in 1932. From D. Martyn Lloyd-Jones: The First Forty Years, 1899-1939 by Iain H. Murray, Banner of Truth Trust, Edinburgh, 1982. Quelle: http://www.misterrichardson.com/calvinistic.html
|
|||||
Es gibt keine Lehre, die ich lieber aus dem Christentum tilgen möchte als diese - wenn es nur in meiner Macht läge. Aber sie wird sehr eindeutig durch die Heilige Schrift gestützt und vor allem durch die Worte unseres Herrn selbst; sie ist von der Christenheit niemals aufgegeben worden; und auch die Vernunft stimmt ihr zu. Wird ein Spiel gespielt, dann muß es auch möglich sein zu verlieren. Wenn das Glück eines Geschöpfes in der Selbsthingabe liegt, dann kann niemand sonst diese Hingabe vollziehen, außer das Geschöpf selbst (obwohl viele ihm helfen können, es zu tun); es ist aber auch möglich, sie zu versagen. Ich würde alles darum geben, mit Überzeugung sagen zu können: »Alle Menschen werden gerettet.« Aber meine Vernunft stellt die Gegenfrage: »Mit ihrem Willen oder ohne ihn?« Wenn ich sage: »Ohne ihren Willen« - bemerke ich sofort den Widerspruch: Wie kann der höchste Akt des Willens, die Selbsthingabe, unwillentlich sein? Sage ich: »Mit ihrem Willen« - so entgegnet meine Vernunft: »Und wenn sie nicht wollen - was dann?« C.S. Lewis, Über den Schmerz, 119f.
|
|||


.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)





![Warenkorbs Block erweitern. []](/modules/ubercart/uc_cart/images/bullet-arrow-up.gif)


.jpg)
.jpg)
.jpg)