Weblog von Zeltmacher

Wenn der Goldregenpfeifer reden könnte...

In meinen ersten Wochen in Korea kam ich mir vor wie ein kleines, hilfloses Baby. Mit dem Auto bin ich nur geradeaus gefahren, um auf dem Rückweg keine Probleme zu bekommen. Die koreanischen Schriftzeichen kannte ich nämlich noch nicht, und auf dem Land sprechen die Menschen auch kein Englisch. Ich weiß also, wie man sich als Fremder fühlt.

Ganz anders der Goldregenpfeifer mit seinem Autopiloten. Er wird sozusagen mit integriertem Navigationssystem geboren - in Alaska, hoch oben im Norden. Von dort fliegt er dann alleine nach Hawaii, das sind 4.500 km. Sie haben richtig gelesen, er fliegt alleine, ohne seine Eltern. Die fliegen ihm nämlich schon voraus, während der Kleine sich noch ein Energie-Polster anfrisst.

Der Goldregenpfeifer fliegt also 4.500 km ohne Pause - denn schwimmen kann er nicht, und eine Insel gibt es auch nicht auf dem Weg - ohne je die Strecke mit seinen Eltern geflogen zu sein.

Mit seiner Geburt bekommt er dafür schon die nötigen Informationen mit - von wem aber, wenn nicht von seinem Schöpfer? Womit Gott wieder mal bewiesen wäre - s. Römer 1:20.

Der Zufall kann keine Informationen schaffen, dazu noch jedem Vogel dieser Art dieselben, damit er nach Hawaii zu seinen Eltern kommt. Unter Wissenschaftlern bleibt das Rätsel damit ungelöst, denn die meisten glauben immer noch an Evolution.

Vom Goldregenpfeifer lesen Sie im Buch Wenn Tiere reden könnten..., ab Seite 101.

Im Gedenken an meine Schwiegermutter

Nach langem Leiden wurde meine koreanische Schwiegermutter gestern von unserem HERRN und Heiland Jesus Christus erlöst und aufgenommen. In großer Dankbarkeit gedenke ich ihr und werde sie niemals vergessen.

Vor etwa 12 Jahren las ich das Buch Koreas Beter, die Geschichte der koreanischen Erweckungsbewegung Anfang des 20. Jahrhunderts. Ich war beeindruckt und wollte gerne teilhaben an dieser Gnade.

2 Jahre später traf ich dann meine heutige Frau in England. Wir tauschten uns aus über unseren Glauben, und wieder war ich tief beeindruckt von dem, was sie mir über die Christen in Korea erzählte.

3 Jahre später haben wir geheiratet und mit ihr habe ich 2 Jahre lang in Korea gelebt. Nun durfte ich selbst sehen und erleben, wovon ich vorher gelesen hatte. Wieder war ich tief beeindruckt.

Koreas Beter gehen jeden morgen um 5 Uhr in die Gemeinde und beten. Meine Schwiegermutter war so eine treue Beterin, ein echtes Vorbild. Sie hat jahrelang treu für mich gebetet und sich aufgeopfert für uns.

Sie ist in Einsamkeit gestorben, genau wie ihr HERR. Nun ist sie bei Ihm, Er wird sie belohnen.

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