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Weblog von Zeltmacher
"Nach diesem sah ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, bekleidet mit weißen Kleidern, und Palmzweige waren in ihren Händen." - Offenbarung 7:9
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Zitate von Spurgeon Gott wird nicht großen Segen senden, wenn das verborgene Gebet versäumt wird. Betet, wenn ihr euch nach einem Segen sehnt, und betet, wenn ihr einen Segen erhalten habt. Wehe dem Menschen, dessen Andacht von jedermann beobachtet wird und der nie im Verborgenen betet. Ein großer Teil unserer Gemeinschaft mit Gott muß in unserem Sündenbekenntnis liegen, in dem Geständnis unserer eigenen Schwäche und der Berufung auf die Gerechtigkeit unseres göttlichen Erlösers. Denkt nicht, daß ihr wegen der Wunder, die Gott gestern abend für euch tat, heute morgen nicht zu beten braucht, sondern stellt eine doppelte Wache vor euren Geist in dem Augenblick der Freude, damit ihr nicht vom Stolz fortgeführt werdet. Wenn ihr jetzt im Reiche Christi Erfolg habt, so dankt Gott für euren geistlichen Erfolg, aber haltet nicht viel von dem Beifall, der darauffolgt. Das Gebet gibt dem Schiff Ballast, so daß es, wenn Gott die Segel mit günstigem Wind füllt, doch nicht umgestürzt wird. Brüder, in der Stunde des Erfolgs faßt den Entschluß zu größerer Arbeit. Geht vorwärts! Wir kennen keine Nebenbuhlerschaft des gedruckten und des gepredigten Wortes: es ist oft dasselbe. Ich weiß, ihr murrt über die Langweiligkeit der Prediger, und ich wundere mich nicht darüber, aber ich glaube, es stände wohl in eurer Macht, diese Sache zu bessern. Wenn ihr mehr für die Verkündiger betet und wenn die Kirchen mehr Sorge dafür tragen, daß nur die rechten Männer zum Volk zugelassen werden, dann werdet ihr feststellen, daß die Prediger des Wortes von euch höher geachtet werden. Es ist der Mann, der betet, der auch richtig predigt, und wenn ihr wünscht, euren Mitmenschen Gutes zu tun, so müßt ihr auf euren Knien beginnen. (Quelle: "Wachet und betet", Spurgeon, Verlag Schulte + Gerth, Aßlar)
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John Piper: "Noch bevor ich diese Dinge entdeckte, erwischte mich unerwartet C.S. Lewis. Im Herbst 1968 stand ich in Vroman's Buchladen an der Colorado Avenue in Pasadena in Kalifornien. Ich nahm mir ein Exemplar von Lewis' Buch Das Gewicht der Herrlichkeit. Die erste Seite veränderte mein Leben. Bei den meisten modernen Menschen steckt die Vorstellung im Unterbewusstsein, es sei schlecht, sich etwas Gutes zu wünschen und auf den Genuss zu hoffen. Ich behaupte jedoch, dass sich diese Idee über Kant und die Stoiker eingeschlichen hat und nicht zum christlichen Glauben gehört. Wenn wir uns nämlich ansehen, wie unverschämt viel Belohnung uns versprochen wird und wie atemberaubend der in den Evangelien verheißene Lohn ausfällt, sieht es doch ganz so aus, dass unser Herr unsere Sehnsüchte nicht als zu stark, sondern als zu schwach empfindet. Wir halbherzigen Geschöpfe spielen mit Alkohol und Sex und Ehrgeiz herum, wo uns doch unendliche Freude angeboten wird. Dabei verhalten wir uns wie ein unwissendes Kind in einem Slum, das Matschkuchen backt, weil es sich nicht vorstellen kann, was es bedeutet, Ferien am Meer angeboten zu bekommen. Wir sind viel zu leicht zufriedenzustellen. Noch nie im Leben hatte ich gehört, dass das Problem mit dieser Welt nicht in der Intensität unseres Strebens nach Glück liegt, sondern in dessen Mangel. Alles in mir rief: Ja, genau!" Aus Von der Pflicht zur Freude, S. 23f.
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Der Zeitgeist unserer Tage strebt fortwährend vorwärts; er erhebt den Anspruch der Autonomie und zerstört auf seinem Weg alles, was uns lieb und teuer ist. Hätten wir uns vor sechzig Jahren vorstellen können, daß Millionen ungeborener Kinder in unseren westlichen Ländern getötet werden würden? Oder daß wir keine Redefreiheit haben würden, wenn wir in den staatlichen Schulen von Gott und den biblischen Wahrheiten erzählen wollten? Oder daß jegliche Form sexueller Perversion von den Medien der Unterhaltungsindustrie gefördert werden würde? Oder daß Ehe, Kindererziehung und Familienleben angegriffen würden? Traurigerweise müssen wir gestehen, daß nur sehr wenige Christen erkannt haben, in welchem Kampf wir uns befinden. Sehr wenige haben eine eindeutige und mutige Position gegen den Zeitgeist unserer Tage bezogen, der unsere Kultur und die christliche Gesinnung zerstört, die unserem Land einst seine Gestalt gaben. Die Heilige Schrift macht aber klar, daß wir als bibelgläubige Christen in einen Kampf einbezogen sind, der kosmische Ausmaße hat. Es ist ein Kampf auf Leben und Tod um den Geist und die Seele des Menschen, ein Kampf, der von Ewigkeitsbedeutung ist; ebenso ist dies auch ein Kampf auf Leben und Tod um das Leben auf dieser Erde. Auf der einen Ebene handelt es sich um einen geistlichen Kampf, der in den himmlischen Regionen geführt wird. Der Brief von Paulus an die Epheser liefert uns die klassische Ausdrucksweise: „Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Gewalten, gegen die Mächte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die Geister der Bosheit in der Himmelswelt“ (Epheser 6,12). Glauben wir wirklich, daß wir uns in einem kosmischen Kampf befinden? Glauben wir wirklich, daß es „Mächte der Finsternis“ gibt, die unser Zeitalter beherrschen? Glauben wir wirklich, wie der Apostel Johannes sagt, daß „die ganze Welt in der Macht des Bösen liegt“ (1. Joh. 5,19)? Wenn wir diese Dinge nicht glauben (und wir müssen feststellen, daß sich ein Großteil der evangelikalen Welt so verhält, als ob er diese Dinge nicht glauben würde), dann können wir sicherlich nicht erwarten, daß wir in diesem Kampf gute Aussichten auf Erfolg haben. Warum ist das christliche Ethos unserer Kultur so vergeudet worden? Warum haben wir so wenig Einfluß auf unsere heutige Welt? Liegt das nicht daran, daß wir den eigentlichen Kampf nicht ernst genommen haben? Und wenn wir darin versagt haben, den Kampf ernst zu nehmen, dann haben wir sicherlich auch verfehlt, die Waffen zu ergreifen, die unser Herr für uns vorgesehen hat. (vgl. Epheser 6:10ff.) Aus Dr. Francis A. Schaeffer, Die Große Anpassung
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Die diktatorische Alleinherrschaft im Sinne eines Antichristen will die moderne Kirche wohl eher nicht forcieren, jedenfalls scheint das nicht die erklärte Absicht ihrer prominenten Repräsentanten zu sein. Nicht weit davon entfernt, will sie aber weltweiten Einfluss üben und das gemeinsam mit den Regierungen und der Geschäftswelt. Dass man dazu strategische Allianzen auch mit Nichtchristen eingehen, mit anderen Religionen zusammenarbeiten, den Wahrheitsanspruch der Bibel entsprechend aufgeben und den Missionsbefehl neu interpretieren muss, ergibt sich wie selbstverständlich aus dem neu gesteckten Ziel. Dass dies von den Christen nicht als falsch entlarvt sondern als biblisch bejaht wird, daran wird mit allen Mitteln und mit aller Kraft gearbeitet. Es wird fleißig manipuliert, Loyalität und Resultate werden eingefordert. Bibeltreue Kritiker - "Fundamentalisten" - werden systematisch diffamiert. Am Ende soll dadurch nicht weniger erreicht werden als tiefgreifende, gesellschaftliche Strukturveränderungen – das Ende von Armut, Epidemie und Krieg. Die totale „Transformation“ ist im Blick – nicht etwa ein biblischer Sinneswandel, sondern ein sozialpolitischer, evolutionistischer Paradigmenwechsel. Der Mensch will die Erde retten. Als theologische Grundlage dazu soll – neben den zahlreichen Facetten einer „Emergent Church“ – vor allem die Eschatologie des Postmillenialismus dienen, wonach „es nötig sei, das Königtum Gottes im Hier und Jetzt zu errichten, bevor Jesus wiederkommen kann.“ Wer dem nicht zustimmen will, der kann zumindest helfen, „das Königreich Gottes soweit zu bauen, wie es vor Jesus Wiederkunft möglich sei.“ (S.137) Der Dominionismus hat nach Erdmann das Ziel, als Kirche die an Satan beim Sündenfall verlorene Herrschaft über „alle staatlichen und sozialen Institutionen der Welt“ wieder zu erlangen (S.29). Also doch eine Art „fromme Diktatur“, es ist ein Widerspruch in sich. Das vorliegende Buch stemmt sich gegen diese Entwicklung. Es zeigt detailliert, welchen Irrlehren die evangelikalen Führer dieser Welt erliegen. Nicht „allein die Bibel“ ist Grundlage der Bestrebungen, vielmehr sind es Management-Methoden mit esoterischem Gedankengut. So einige Namen werden genannt und Netzwerke entflochten. Prominente Figuren sind z.B. „Leben-mit-Vision“-Autor Rick Warren und sein einflussreicher Mentor, der bekennende Nichtchrist Peter Drucker. Erdmann behandelt Druckers Modelle ausführlich und deckt ihre zentrale Schwachstelle auf: der Mensch ist eben nicht gut, sondern böse. Er wird es weder alleine noch gemeinsam schaffen, die Welt zu „transformieren“ - es braucht Buße, keine Sozialreform. Ein Kritikpunkt, der auch die „Vision“ des Bestsellers entblößt. Zur Relevanz des Buches für den Christen im Alltag Das Buch ist heute neben anderen ganz sicher von hoher Relevanz für die christliche Gemeinschaft insgesamt. So einige Autoren wie auch Ebertshäuser, Walter, Plock oder Carson decken Irrlehren auf und ermahnen uns Christen, dass wir uns nicht von den evangelischen Wurzeln entfernen. Dennoch sollten wir nüchtern bleiben und dem besprochenen Werk seinen Platz im Regal zuweisen. Dies soll keine Kritik am Geschriebenen sein, nur ein Hinweis für die Praxis die daraus folgt. „Der Griff zur Macht“ dient vor allem als Warnung und Orientierung für solche in christlicher Leiterschaft. Ebenso denen, die einer verführten Gemeindeleitung unterstellt sind oder Büchern von falschen Leitern wie Rick Warren anhängen. Es ist zu wünschen, dass die Betroffenen ihre Lehre und Motivation überdenken, Buße tun und allein Jesus folgen. Nicht nur Warren, auch so mancher Älteste oder Pastor der Dorfkirche strebt nach mehr Einfluss und wählt dazu den pragmatischen, effektiven Ansatz. Es ist der falsche Weg, egal ob auf globaler oder lokaler Ebene. Ist der Leser jedoch nicht wirklich betroffen, hat das Buch auch weniger bis keine Relevanz für ihn. Folgt unsere Gemeinde dem biblischen Vorbild, bringen wir uns weiter ein und dienen wir unserem Nächsten in Einfalt und mit Hingabe. Solch kritische Bücher sollten uns nicht die Freude am christlichen Glauben nehmen. Nicht jede Art von Einheitsbestreben ist unbiblisch und nicht jedes soziale oder politische Engagement dient den Zielen des Dominionismus. Übertriebene Wachsamkeit läuft Gefahr, einen unbiblischen Separatismus unter Christen zu fördern. Aufgrund der komplexen Beziehungen christlicher Leiter untereinander und besonders wegen ihrer zahllosen Publikationen zum Thema wird es gemeindlich wie sprachlich immer schwieriger, sich frei und unbekümmert zu bewegen. Deswegen hier am Ende ein Aufruf zur Balance, zur Nüchternheit in beide Richtungen. Kommen wir zurück zur Einfachheit des Evangeliums, sowohl in der Lehre als auch im demütigen Dienst für den HERRN. Das Buch mag auch als Anstoß in diese Richtung verstanden sein.
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